Vereinschronik 1941 - 2010

Vorwort zur Chronik

Flüsse und Bäche waren schon immer ein magischer Anziehungspunkt für die Menschen früher und heute. So ist es nur allzu verständlich, wenn sich in Crailsheim bereits 1882 Bürger fanden, die einen Fischereiverein gründeten. Es ist bekannt, dass 1883 in Ellwangen, und 1884 in Schwäbisch Hall, dieselben Zusammenschlüsse gegründet wurden. Von diesem am 17. Mai 1882 gegründeten Fischzuchtverein Crailsheim erfahren wir Näheres nur aus der damaligen Tageszeitung, dem "Fränkischen Grenzboten". Nach wenigen Jahren aktiver Arbeit löste sich dieser Verein am 9. April 1889 bereits wieder auf. Die Fischerei in der Jagst auf Markung Crailsheim wurde bis zur Gründung des Angelsportvereins im Jahre 1941 durch Einzelpersonen ausgeübt.



1941

Im Februar wurde der Fischerverein Crailsheim gegründet und in das Vereinsregister beim Amtsgericht Crailsheim eingetragen. Erster Vorsitzender war Herr Alfred Grimminger. Im Gründungsjahr zählte der Verein bereits 27 Mitglieder. Die Stadtverwaltung Crailsheim verpachtete dem jungen Verein die Jagst auf Markung Crailsheim von der Kuppelismühle bis zur Heldenmühle. Dieses Pachtverhältnis hat bis heute Bestand.


1942 - 1945

Über diese Jahre liegen keine wesentlichen Nachweise vor. Mit Ende des 2. Weltkrieges wurden alle Vereinstätigkeiten eingestellt.


1947

Die örtlichen Militärregierung genehmigt das Gesuch um Wiederzulassung des Fischereivereins. Mit der Vereinsführung wird Herr Johann Röger beauftragt.


1951

Johann Röger gibt den Vorsitz aus Alters- und Gesundheitsgründen ab, als sein Nachfolger im Amt wird Herr Otto Fritz gewählt.


1953

Erstmals wird mit der Stadt Crailsheim der Pachtvertrag über das Fischwasser Jagst verlängert. Der Fischereiverein beteiligt sich am Volksfestumzug mit einem Festwagen (Bassin mit Fischen).


1954

Größeres Fischsterben bei der städtischen Kläranlage. Erstes Preisfischen für Vereinsmitglieder und Fischereiausstellung während des Fränkischen Volksfestes.


1955

Der Vorsitzende der Gründungszeit, Herr Alfred Grimminger, wird zum Ehrenmitglied ernannt. Truten- und Sulzbach auf Markung Crailsheim werden in das Pachtverhältnis einbezogen.


1956

Das Pachtgewässer Jagst wird um die Teilstrecke Schiedmühle-Kuppelismühle erweitert.


1957

Herr Hermann Gröger stiftet die Königskette, erster Fischerkönig wird Herr Werner Hopf.


1958

Die Jahreshauptversammlung beschließt eine neue überarbeitete Vereinssatzung. Umbenennung des Vereins in Angelsportverein. Der Verein erweitert sein Angelgewässer Jagst bis zur Markungsgrenze Jagstheim.


1959

Otto Fritz gibt den Vorsitz im „ASV“ ab und wird aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenmitglied gewählt. Neuer erster Vorsitzender wird Otto Pappenscheller. Der Stöckicher Weiher auf Markung Mariäkappel wird durch Herrn Karl Schumm, Asbach, an den Verein verpachtet.


1960

Der Schwanensee wird angepachtet und vom Verein betreut.


1961

Erstmals wird im Hotel „Drei König“ ein Vereinsfasching abgehalten, erster Faschingsprinz ist Herr Hermann Göller (Fischerkönig des Vorjahres).


1963

Beginn der Schulung zur Fischerprüfung. Der Verein hat eigene Kräfte zur Schulung und Prüfung. Auf Initiative unseres Vereins findet am 1. September 1963 das erste gemeinsame Angeln mit den Nachbarvereinen Ellwangen, Rothenburg und Schwäbisch Hall um den Hohenlohe-Franken-Pokal statt.


1964

Die Eheleute Bartels verpachten die Jagst auf Markung Heldenmühle / Auhof an den Verein. Auf Markungen Hengstfeld und Gröningen wird ein Stück „Ödland“ angepachtet. In Eigenleistung entstehen dort zwei Weiher beim Schleehardshof.


1966

Der Verein feiert sein 25-jähriges Jubiläum, aus diesem Anlass findet am 12. / 13. März 1966 in Crailsheim erstmals ein Landesfischereitag statt.


1967

Herr Fritz Groninger verpachtet die Fischereirechte der Weidenhäuser Mühle an den Angelsportverein.


1969

Während des Fränkischen Volksfestes wird in einem größeren Rahmen eine Fischereiausstellung abgehalten. Es gab viel Lob und Anerkennung.


1970

Zum ersten Mal angeln aktive Mitglieder über 65 Jahre am Himmelfahrtstag um den Seniorenpokal.


1971

Die Eheleute Schumm, Asbach, verpachten den dortigen Mühlweiher an den Verein. In einem ersten Bauabschnitt wird unter äußerst schwierigen Bedingungen die Anlage erweitert. Der Verein organisiert in Crailsheim ein Landeswurftunier (Casting), einziger Teilnehmer aus Crailsheim ist Herr Alfred Belschner.


1973

Ab diesem Jahr wird der jährliche Familienabend mit Forellenessen in der Turnhalle in Roßfeld abgehalten.


1975

In Asbach wird in einem 2. Bauabschnitt der Weiher zu seiner heutigen Größe ausgebaut. Das Fischerheim dort, eine Gemeinschaftsleistung des Vereins mit den Eheleuten Schumm, kann eingeweiht werden.


1977

Vom staatlichen Forstamt Crailsheim pachten wir die Bäche auf Markung Marktlustenau, von der Gemeindeverwaltung pachten wir den Schönweiher. Im Gewann Lindensee, Markung Crailsheim, entstehen in Eigenleistung zwei kleinere Weiher zur Überwinterung von Fischen.


1979

Die Vereinssatzung wird überarbeitet und aktualisiert, damit erreichen wir die Anerkennung als gemeinnütziger Verein.


1980

Familie Hugo Wörsinger verpachtet an den Verein ihren Weiher bei Mariäkappel, den "Wörsingerweiher".


1981

40. Geburtstag des ASV. Hauptversammlung des Landesfischereiverbandes, Festabend mit großem Unterhaltungsteil, Ehrungen verdienter Mitglieder und Gäste, ASV erhält silberne Verbandsplakette, einmalig gelungene Fischereiausstellung in der Reithalle.


1983

Vom staatlichen Forstamt Crailsheim pachtet der Verein die Jagst bei der Gais- und Heinzenmühle.


1984

Der Moosweiher und Bäche auf Markung Marktlustenau und Waltann können vom Verein gepachtet werden, außer einem kleinen Bachabschnitt bewirtschaftet der Verein alle Bäche im dortigen Bereich. Der Verein übernimmt die Bachpatenschaft für den Trutenbach und Sulzbach.


1985

Die Crailsheimer Volksbank übernimmt, EDV-gestützt, die Mitgliederverwaltung und den Beitragseinzug.


1986

Nach 27-jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender stellt sich Otto Pappenscheller nicht wieder zur Wahl, sein Nachfolger wird Berndt Brunnengräber. Otto Pappenscheller wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt.


1988

Bei den Winterteichen im Lindenseegebiet werden zusätzlich noch Hälterbecken gebaut. Der Landesfischereiverband führt an verschiedenen Stellen der Jagst ein Elektrofischen durch, um den Artenreichtum festzustellen. Ergebnis: 22 Fischarten.


1989

Der Verein beschließt ein Verbot zur Verwendung lebender Köderfische. Während einer Regionalschau stellt sich der Verein im Rahmen einer Umweltausstellung vor - Themen: Bachpatenschaft, Gewässerschutz - und zeigt heimische Arten von Süßwasserfischen. Eine für den Verein, insbesondere aber für die Jugendgruppe, interessante Gewässerstrecke - "Weidenhausen" - steht wegen überzogenen Pachtforderungen nicht mehr zur Verfügung.


1990

Während der zwei "Horaffentage" bietet der Verein geräucherte Jagstfische an. Umfangreiche Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 1991 laufen an.


1991

50-jähriges Jubiläum, Festakt in der Jahnhalle und Landesfischereitag in Crailsheim.


1994

Die zwei Reußenbergweiher werden vom Land gepachtet. Plötzlicher Tod des 1. Vorsitzenden Berndt Brunnengräber. Der 2. Vorsitzende Rainer Zörlein übernimmt dieses Amt.


1995

In Eigenleistung baut der Verein einen großen Geräteschuppen.


1999

Von den Stadtwerken kann günstig ein großes Pumpenhaus an der Jagst als Lager gemietet werden.


2000

Das Fischereirecht der Weidenhäuser Mühle (Jagst) wird käuflich erworben. Dadurch ist der Verein erstmals in seiner Geschichte Eigentümer eines Fischereirechts.


2002

Im Rahmen der Flurneuordnung entsteht unter Mithilfe des Vereins bei Leukershausen der Kesselweiher. Der Verein pachtet das Gewässer und sagt Pflegemaßnahmen zu.
Es erscheint das "Heimatbuch Grönigen". Der Verein verfasst in diesem Buch einen bebilderten Beitrag mit dem Thema "Die Fischfauna der Jagst zwischen Gronachmündung und Baierlesstein".


2007

Der ASV ist im Internet mit einer eigenen Homepage vertreten.


2008

Das Fischereirecht der linken Jagstseite, parallel zum Fischereirecht Bartels, konnte geklärt werden. Eigentümer ist Hermann Schumm von der Heldenmühle. Dieser verpachtet das Recht an den Verein.
Erstmals findet das Königsfischen nicht an der Jagst, sondern an den Weihern statt. In Zukunft wird ein jährlicher Wechsel zwischen der Jagst und den Weihern angestrebt.


2009

Aufgrund einer Ändreung der Landesfischereiverordnung führt der ASV die Stattliche Fischerprüfung selber durch.


2010

Neugestaltung der Mitgliederverwaltung über das Internet.
Der Familienabend findet erstmals im Crailsheimer Hangar statt.


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